Existenzgründung mit Computersoftware ist zum Mythos verkommen

summieren wir mal auf:

- ich  Bedarffür eine Computerprogramm
- ich habe keine Patente
- ich programmiere ein wenig
- ich tangiere damit möglicherweise ein fremdes Patent
- ich veröffentliche mein Ergebnis
- ich werde abgemahnt oder verklagt
- ich kann die vom Patentente beanspruchten Code-Teile
aus meinem Programm entfernen.
- ich ersetze den Code durch eine andere Lösung
- ich verletze wieder ein Patent, diesmal von einer anderen Person
oder Firma
- …selbes Spiel wie zuvor…
das kann man endlos so lange weiter führen
bis all meine Finanz aufgebraucht ist, einen
Kunden der mich für mein Computerprogramm
entlohnt habe ich nicht finden können und
angesichts der permanenten Patentklagen wollte
ja auch keiner.
Merkst du dass solch ein Patentsystem den Markt
blockiert? es gibt zwar einige Firmen die auf
lange Sicht aus dem Markt aussteigen, das ist
normal, aber zugleich wird jeglicher Neueinstieg,
insbesondere derjenige von erfolgversprechenden
Programm-Ideen (muss nicht mal patentierbar sein)
schon alleine durch das mögliche Erfolgspotential
der Idee von Seiten der Großkonzerne sehr scharf
bekämpft, wann immer es ihnen in den Kram passt.
Zum bestehenden strukturellen Vorteil groß zu
sein kommt ein noch extrem viel groteskerer Vorteil
(sozusagen ein Totschlags-Instrument) mit Namen
Patentrecht vor, das durch sein schieres Volumen
eine extrem große Markt-Eintrittshürde darstellt.
Das ist ein Ungleichgewicht, das den Markt in nicht
all zu ferner Zukunft sehr verarmen lässt und
Quasi-Monopol durch die Großkonzern schafft
und stabilisiert. Die große Bandbreite der
Kunden und ihrer Wünsche wird aber gemeinhin
von einer Horde Großkonzerne nur schlecht bedient.

Spartrafo

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.