Re: Software-Patente… Warum eigentlich ? - IT-Verband sieht bei Software-Patenten N…
softwarechten wir es mal aus Sicht einer kleinen Software- Schmiede, die
> hätten ein Produkt “blafaselsülz” entwickelt, was viele User dringend
> benötigen würden und auch bereit wären, sehr viel Geld dafür zu
> zahlen. Wir bedenken, daß diese Firma in der Entwicklungsabteilung 20
> Informatiker beschäftigt.
>
> Nun kommt die Firma M$ und meint, daß diese Idee wirklich toll wäre
> und man daraus ein weiteres Produkt der Office- Familie machen
> könnte. Gesagt getan, Microsoft integriert die Idee ins Office und
> unsere kleine Software- Schmiede geht Pleite.
Nein. Die gängige Praxis von MS zeigt doch, daß MS gute Ideen nicht
selbst implementiert, sondern die Firmen einfach aufkauft (z.B.
Visio). Die kleine Firma wäre durchaus nicht pleite gegangen, sondern
im Gegenteil sehr reich geworden.
> Das ist möglich, weil
> unsere Firma nicht die Möglichkeit hatte, ihre Idee patentieren zu
> lassen, somit hätte Microsoft zumindestens Lizenz- Gebühren bezahlen
> müssen und die Firma wäre gerettet gewesen.
> Auf der anderen Seite, hätte unsere Software- Schmiede eventuell gar
> nicht anfangen können, weil Teile ihrer Idee bereits patentiert sind.
Genau das ist der Punkt. Und das zeigt, daß Patente der kleinen Firma
auf jeden Fall geschadet hätten.
Patente nützen nur drei Gruppen:
Den Konzernen, den Patentanwälten und vielleicht dem einen oder
anderen Patentinhaber (sofern er sich die Großen durchsetzen kann,
was sehr zu bezweifeln ist). Alle anderen sind eindeutig Verlierer.