Archive for June, 2008

Re: Lebensdauer von Software - SAP will keine grundlegend neue Software

Saturday, June 21st, 2008

>softwarenders als beim Eimerkettenprinzip klassischer
> > COBOL-Batch-Architektur haben die nämlich keine Chance, einzelne
> > Programme isoliert auszutauschen.
>
> Ich kann dur nicht ganz folgen. Welches System für ein
> Großunternehmen bietet denn keine Modularität und dokumentierte
> Schnittstellen zwischen Modulen? (OK, das System von MS hab ich
> bisher zum Glück nicht gesehen ;-P) Außerdem darfst du quelloffene
> Systeme mit quellgeschlossenen nicht vergleichen, erstere haben
> natürlich klare Vorteile, entsprechend würde ich Quelloffenheit vom
> Hersteller fordern.
Bei den alten COBOL-Strukturen war die Auflösung wesentlich atomarer.
Bei einer Vielzahl der auftretenden Probleme kann ich nur noch eine
OSS-Meldung Richtung SAP schicken. Mit der Standardsoftware sind halt
gerade die Kompetenzen unnötig geworden, die man im Hause für die
exakte Fehleranalyse bräuchte. Da nutzt auch die Quelloffenheit
nichts mehr, weil die Zeit oder Kapazität nicht ausreicht, um nur
fürs Debuggen oder Work-Around-Entwickeln einzusteigen. Die übelsten
Datenverluste habe ich bei solchen Hauruck-Aktionen erlebt.
Meist federt man diese Probleme über Prozesse und Notprogramme
fachlich ab. Da gibt es dann Pufferbestände oder statt einem exakt
ermittelten Bedarf wird einfach eine Durchschnittsmenge beschafft
oder ein Abschlag bezahlt.
Ich möchte nicht wissen, wie viel Datenverarbeitung in Deutschland
noch durch manuellere Tätigkeit nach dem Chinesenprinzip substituiert
wird. Vielleicht nicht mehr in die Tontafel geritzt, aber vielleicht
per Download und Excel.
Ciao, Allesquatsch

Re: Lebensdauer von Software - SAP will keine grundlegend neue Software

Saturday, June 21st, 2008

href=”http://blog1.netwarning.com/fifththirdbankcreditcards2601/2008/06/21/hot-info-on-hp-vectra-ve-dt-1-x-c-266-mhz-ram-32-mb-hdd-1-x-25-gb-rage-iic-win95-monitor-none-to-buy-or-not-to-buy/”>softwareman Geld nicht einfach
> deswegen ausgeben sollte weil die Entwickler lieber ein
> modernes, besseres System hätten.
Äh, Y2K, irgendwer? Derartige Probleme sind einfach lächerlich. Ganz
abgesehen
davon, die Software an ganz neue Anforderungen anzupassen,
was mit Software, dessen Design zukunfssicherer ist und von den
Erfahrungen und Entwicklungen der letzten 30 Jahre im Banking und der
Softwareentwicklung gelernt hat, sicher viel einfacher wäre.
Außerdem wär’s schon schön, wenn meine Überweisung in Sekunden statt
Tagen abgewickelt würde und nicht jeder 2. Auftrag an die Bank
fehlerhaft ausgeführt würde. (Klar, sind beides nicht reine
SOftwareprobelme, aber ich denke, daß die Software hier Mitschuld
hat.)
> es geht halt nun mal nicht anders.
Falsch.
Das mit der Lebensdauer von Software war schonrichtig und hat u.A.
einen
konkreten Grund: Als Software-Designer kann man halt nur
begrenzt Dinge voraussehen und flexibel gestalten, nach 5-10 Jahren
fängt man an, um das Design herumzuarbeiten. 30 Jahre Flickwerk muß
fürchterlich sein. Mein Jacket schmeiße ich ja auch Weg, wenn’s 15
Löcher hat, und nicht nur, weil mein Schneider keine mehr Lust hat,
das alte Ding schon wieder zu reparieren.

Re: Lebensdauer von Software - SAP will keine grundlegend neue Software

Saturday, June 21st, 2008

>
> > Zwei Thesen:
> >
> > “Läuft doch” - Entscheider sehen keinen Grund, auf aktuellere
> > Software zu wechseln bzw. in aktuellere Software zu investieren.
> >
> > “Weiss nicht” - IT’ler schaffen es nicht, Chefetagen von der
> > Notwendigkeit aktueller Techniken und den damit verbundenen EDV
> > Investitionen zu überzeugen :) > >
> > /eGitt
>
> “Never touch a running system”
Wie sagte der Selbstmörder, als er am dritten Stock vorbei geflogen
kam:
“Bis jetzt ist ja noch nichts passiert!”
Na ja, die Wahrheit liegt wohl etwas dazwischen. Ich habe bloß die
Erfahrung gemacht, dass das “Management” den optimalen Zeitpunkt
einzig aus der akutellen Budgetsituation ableitet. Aktuell wird
gerade wieder gespart, koste es, was es wolle.
Gerade in großen Unternehmen ist Management durch Wegsehen ein
beliebtes Spiel. Und wenn es dann Schläge tut, die die Bilanz bis ins
Mark erschüttern, interessiert eh keinen, wer da der Verursacher war.
Entweder man ist schon mit genügend Geld ab in die nächste Position
oder man hat das Problem leider vom Vorgänger geerbt.
Wie jeden Freitag sage ich mir dann:
Suche Posten in innovativem Großunternehmen mit Führung durch
Eigentümer!
(Aber am Montag werde ich dann doch wieder meinen alten Konzern
retten wollen.)
Ciao, Allesquatsch

Re: software für win / linux - Programmieren: Software-Entwicklung

Wednesday, June 18th, 2008

softwareNimm Python mit Tkinter (der Default-GUI von Python) oder Ruby (keine
> > AHnung, mit was du dort sinnvollerweise deine GUIs schreibst). Sind
> > genau die Sprachen fuer das, was du tun willst.
> und das läuft auch unter windows, ohne irgendwas neues zu
> installieren.. ?
Nein. Wenn du willst, musst du .Net/Mono nehmen. Dort musst du (bzw.
dein Anwender) dann halt unter Linux was neues installieren.
> > Java waere dafuer
> > IMHO Overkill () und PHP, Perl und aehnliches eher nicht so geeignet.
> dachte ich mir…
>
> > C und C wuerde ich dafuer eher nicht nehmen, und _wenn_ du eines
> > von beiden lernen willst, dann wuerde ich mit etwas ohne GUI anfangen
> > (und ein _gutes_ Buch kaufen, gerade zu C und C gibt’s (auch und
> > vor allem im Netz) _sehr_ viel Schund).
> als leihe ist es nicht so einfach herauszufinden welches buch nun
> toll ist oder gut…
Muss man auch nicht, dafuer gibt’s z.B. accu.org und die Newsgroups
zu C und C , und die C -FAQ.
RC

Re: Software-Patente - Software-Schmiede verklagt Microsoft weg…

Wednesday, June 18th, 2008

softwaream wieder diese Doppelmoral in diesem Forum *grübel*
Dachte ich mir auch gerade…
> Und ausserdem:
> “…soll Ideen und Konzepte, die in diesen Verhandlungen vorgestellt
> wurden, in sein…”
> Was sollen denn das für Ideen und Konzepte sein, die sich MS net
> selbst ausdenken kann?
> Die einzigen Fortschritte, die eigentlich in diesem Bereich gemacht
> werden, sind doch nur noch die Algos, und die werden ja wohl nicht in
> Meetings zum Mitschreiben vorgelesen….
Ich nehme mal an ‘Algos’ soll Algorithmen heissen? Dann moechte ich
mal klar widersprechen. Neben den Algorithmen gibt es auch noch
andere dinge, die fuer die Realisierung von Software wichtig sind,
z.B. grundsaetzliche Verfahren zum Uebertragen von Daten: Was wann
wie gesendet wird, um optimale Qualitaet zu erreichen, denn man kann
bei
einem Stream nicht erst alle Bilder und dann den ganzen Ton oder
so senden. Dabei eine geschickte Strategie zu waehlen kann einen
gewaltigen Unterschied machen.
Merke: Software besteht aus mehr als Algorithmen.
> naja, boah ist das nen ekliges wetter…
Mir gefaellt’s, im Buero hatten wir nur 30 Grad. ;-) twm

Re: Software ist kein Wirtschaftsgut - Die Software-Industrie und die Menschenr…

Wednesday, June 18th, 2008

softwareEine kleine Provokation zum Schluß: Je länger ich mich mit
> > “freier” Software, und somit auch mit Stallmans Ideen
> > beschäfige, desto mehr neige ich seinen Ansichten zu.
>
> Zustimmung. Am Ende ist Grund-Software (OS, Browser, kleine
> Textverarbeitung für Bewerbungsschreiben u.ä.) eine menschliche
> Grundversorgung wie Straßen, Wasser, Strom. Der Staat oder Non-Profit
> Unternehmen sorgen sich darum, und der Bürger zahlt Steuern oder
> Aufwandsentschädigungen dafür.
ja
klar, und der strom kommt bei dir noch aus der steckdose
statt aus dem kraftwerk!?
diese staatliche grundversorgung wird auch von unternehmen
geleistet, nur mit dem unterschied, dass diese durch den staat
ein monopol auf ihre dienste erhalten haben und dementsprechend
ineffizient arbeiten.
wenn das www vom staat organisiert würde, wären wir immer noch
nicht über btx hinausgekommen.
> Das ist natürlich Gift für das Geschäftsmodell von MS. Deshalb sind
>
Eugen und Co (Aliase von Bill und Steve?) auch so dagegen.
ms wäre u.u. dankbar für ein solches modell!
was glaubst du wohl, wen der staat mit der produktion und dem
betrieb all dieser dinge beauftragen würde?
wohl kaum linus torvald…

Re: Software ist kein Wirtschaftsgut - Die Software-Industrie und die Menschenr…

Sunday, June 15th, 2008

softwareoftware die es schon gibt ist nicht knapp. Die kann verteilt
> werden bis das Universum glüht.
>
> Aber Software die es noch nicht gibt, die ist knapp.
Wenn man so will ist etwas das es noch nicht gibt in der Tat
knapp, sogar sehr knapp. ;-(=)
Aber das zweite Kriterium, neben Kappheit, das ein
Wirtschaftsgut charakterisiert ist die Nützlichkeit.
Und diese düfte bei etwas das es noch nicht gibt sogar
bis zur Nichtigkeit eingeschränkt sein.
> Und sowohl Zeit als auch die Fähigkeit es zu realisieren, das ist die
> knappe Resource. Ist das so schwer zu kapieren?
Ja.
Weil du implizierst das der Mensch erst neues hervorbringt,
seit es Konstrukte wie (Software-) Patente, Lizenzen und
Copyright gibt. Als wenn Wissenschaft nicht schon vorher
existiert hätte.
Die Befürworter obiger Konstrukte tun so als hätten selbige
erst die IT-Industrie möglich gemacht. Nur war es anders
herum. Die IT-Industrie war bereits da bevor diese rein
virtuellen Konstrukte entstanden.

Re: Software ist kein Wirtschaftsgut - Die Software-Industrie und die Menschenr…

Sunday, June 15th, 2008

softwaret du, was mir als Entwickler in dem Fall die Allgemeinheit
> kümmert? Wenn ich für meine Arbeit nicht den Lohn bekomme, den ich
> mir vorstelle, dann bekommt die Allgemeinheit von mir gar nichts.
>
> Ich bin mal gespannt, wer sich in ein paar Jahren noch für einen Job
> interessiert, für den man nichts außer einem “höheren Nutzen für die
> Allgemeinheit” bekommt.
Ich denke man sollte noch massiver argumentieren: Wenn du etwas
verschenkst, was Arbeitsleistung gekostet hat, ist dies schlicht
unfairer Wettbewerb. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an das
Verbot Waren unter Einkaufspreis zu vermarkten (Aldi, WalMart).
Und da Heinbloed auf den Kopf gefallen zu sein scheint, nehm ich noch
mal ein einfaches Beispiel vom Bäcker:
Wenn ein Bäcker Brötchen verkauft, für die er nur seine Kosten für
Mehl und Wasser und Hefe verlangt, bekommt er bei uns in Deutschland
seinen Laden zu recht geschlossen.

Re: Software ist Betrug - Warnung an Software-Piraten: Verband sta…

Thursday, June 12th, 2008

softwareanderem zahlt man also für Raummiete, Strom, Wasser, Heizung,
> einschliesslich fixe Kosten wie Gehälter usw.
Nennt sich auch Gemeinkosten.
> Was viele leider oft vergessen: manche Software ist durchaus ihr Geld
> wert.
> Beispiel Cubase SX. Cubase ist ein MIDI-Sequenzer, der heute das
> bietet (auf schnelleren Rechnern), wofür man noch Anfang der 90er
Aha! Geldwert bedeutet also ich kaufe eine Schachtel Software
(und vorrausgesetzt ich kann sie nutzen, Setup, Konfiguration,
bedienbar, .e.c.t - gerade Cubase ist ein komplexes Beispiel)
dann hab ich nach 6 Monaten eine Software gekauft die gerade
noch mal Hälfte und nach einem Jahr vielleicht noch
ein viertel vom Anschaffungspreis Wert ist.
Lieber wäre es mir damals gewesen mich “unverbindlich” mit der
Software
vertraut zu machen (bis dahin kann ich sie ja eh nicht nutzen)
und danach ein gescheites Training (kostenpflichtig) zu absolvieren
die mir z.B Studioautomation, Mastering, Rewire, VSTi / DX Plugins
Software SDK näher gebracht hätte.
> tausende DM in teure Hardware gesteckt hat. Dazu zählen
> beispielsweise die EffektplugIns. Mit 649 Euro für dieses Programm
> relativiert sich der Preis daher etwas.
Hat EMagic mit dem ES1 und ESX24 in Logic ebenfalls gemacht.
>
> > weiterhin hindert die bezahlbare software die bildung und unternehmen
> > an der entwickung.
Wünsche mir nen Linux MIDI Sequencer der VSTi und DirectX Plugins
Laden kann.

Re: Software ist kein Wirtschaftsgut - Die Software-Industrie und die Menschenr…

Wednesday, June 11th, 2008

softwareoftware die es schon gibt ist nicht knapp. Die kann verteilt
> werder-VHS-Essen-ab-August-2008.html”>den bis das Universum glüht.
>
> Aber Software die es noch nicht gibt, die ist knapp. Knapp, weil sich
> jemand dazu entschließen muß, dies zu realisieren. Zu realisieren und
> dann allen anderen zu schenken, wohlgemerkt.
Das Schenken ist nicht notwendig und wird nicht einmal von Stallman
gefordert.
> Dazu bedarf es der Motivation. Irgendwer muß sich motiviert fühlen
> das mit-erweiterten-und-verbesserten-workflows-fur-digital-offset-bahnt-xerox-den-weg-zu-hoherer-produktivitat-und-groserer-rentabilitat/10/06/2008/802/”>machen zu wollen und muß gleichzeitig die Zeit dazu haben, es zu
> realisieren.
>
> Und sowohl Zeit als auch die Fähigkeit es zu realisieren, das ist die
> knappe Resource. Ist das so schwer zu kapieren?
Du argumentierst mit den gleichen Grundlagen, wie R.S., aber Du bist
nicht bereit, konsequent weitere Schlussfolgerungen zu ziehen, sonst
kämst Du sicherlich auf ein ähnliches (vielleicht nicht so extremes)
Ergebnis.
Alle Dienstleistungen um SW herum (Entwicklung, Support, Vertrieb,
Installation, Konfiguration, …) kosten Zeit und damit Geld. Aber
die vorhandene Software sollte frei sein. Nur die erste der
Aufgeführten Dienstleistungen hätte damit Einbußen zu erwarten, aber
der Nutzen *für die Allgemeinheit* wäre um vieles höher. Und der ist
höher zu bewerten, als der Nutzen für Wenige.
M.Z.H