Re: Lebensdauer von Software - SAP will keine grundlegend neue Software
>softwarenders als beim Eimerkettenprinzip klassischer
> > COBOL-Batch-Architektur haben die nämlich keine Chance, einzelne
> > Programme isoliert auszutauschen.
>
> Ich kann dur nicht ganz folgen. Welches System für ein
> Großunternehmen bietet denn keine Modularität und dokumentierte
> Schnittstellen zwischen Modulen? (OK, das System von MS hab ich
> bisher zum Glück nicht gesehen ;-P) Außerdem darfst du quelloffene
> Systeme mit quellgeschlossenen nicht vergleichen, erstere haben
> natürlich klare Vorteile, entsprechend würde ich Quelloffenheit vom
> Hersteller fordern.
Bei den alten COBOL-Strukturen war die Auflösung wesentlich atomarer.
Bei einer Vielzahl der auftretenden Probleme kann ich nur noch eine
OSS-Meldung Richtung SAP schicken. Mit der Standardsoftware sind halt
gerade die Kompetenzen unnötig geworden, die man im Hause für die
exakte Fehleranalyse bräuchte. Da nutzt auch die Quelloffenheit
nichts mehr, weil die Zeit oder Kapazität nicht ausreicht, um nur
fürs Debuggen oder Work-Around-Entwickeln einzusteigen. Die übelsten
Datenverluste habe ich bei solchen Hauruck-Aktionen erlebt.
Meist federt man diese Probleme über Prozesse und Notprogramme
fachlich ab. Da gibt es dann Pufferbestände oder statt einem exakt
ermittelten Bedarf wird einfach eine Durchschnittsmenge beschafft
oder ein Abschlag bezahlt.
Ich möchte nicht wissen, wie viel Datenverarbeitung in Deutschland
noch durch manuellere Tätigkeit nach dem Chinesenprinzip substituiert
wird. Vielleicht nicht mehr in die Tontafel geritzt, aber vielleicht
per Download und Excel.
Ciao, Allesquatsch