Re: Software quo vadis… - Konferenz zur Ökonomie freier Software
> Klingt vielleicht etwas dramatisch aber die Sache ist doch nun die:
>
> Firmen entwickeln Software um damit Geld zu verdienen, die Source
> wird nicht freigegeben um dann mit dem erstellen spezifischer
> anpassungen noch mehr Geld zu verdienen.
Ach was?
> Soweit so gut, nur ist das für den Privatmann etwas happig manchmal.
Wen interessiert das?
> Stellt sich die Frage, wenn alles freigegeben würde
Wer will das?
> und man am Ende
> (Traum, Alptraum?) auch nichts für die ursprüngliche Software zahlen
> müsste, wer hätte dann noch daran Interesse sie weiterzuentwickeln
> ausser einigen bewundernswerten Idealisten?
Blabla.
> Dann käme hinzu das jeder anpasst wohin er es gerade möchte und wir
> kommen wieder dahin wo wir herkamen, ein PC versteht den anderen
> nichtmehr weil er sich in eine andere Richtung entwickelt hat.
Genau das haben wir dank der Marktdominanz eines Monopolisten, dessen
inhärentes Geschäftsinteresse es ist, daß seine Software sich mit der
von sonst niemandem auf der Welt versteht. Ist es das, was Du
vorschlägst: jeder Computernutzer auf diesem Planeten ist auf Gedeih
und Verderb dem Goodwill dieses Monopolisten ausgeliefert? Desselben
Monopolisten, der seine Kunden bekannterweise seit Jahren verarscht
und von dem bekannt ist, auch vor illegalen Praktiken nicht
zurückzuschrechen?
> Sicher übertreibe ich vielleicht ein bisschen aber Fragen sollte man
> sich schon einmal wo das hinführt.
Ja, vielleicht solltest Du das mal tun. Aber nicht unter der Prämisse
des schwachsinnigen — und von niemandem gewollten — Szenario, das
Du hier skizzierst bzw. es versuchst.
> Der Mensch ist in der Masse nunmal nicht sozial und auf das Wohl des
> Anderen bedacht sondern will seinen eigenen Wohlstand vermehren und
> sich vom Rest der Masse absetzen. Traurig aber wahr.
Das sind ja geradezu fundamentale Erkenntnise. Ich schlage vor, Du
kommst nochmal wieder, wenn Du endlich trocken hinter den Ohren bist.
Luke