Software als öffentliches Gut - Mit Wettbewerb und Party gegen Software-…

softwareer Diskussion immer vergessen zu werden scheint, ist, dass
Software (u.a. dank des Internet) die Kriterien erfüllt, die sie
gemäß der ökonomischen Theorie zu einem öffentlichen Gut machen.
Diese sind mangelnde Ausschließbarkeit und mangelnde Rivalität im
Konsum. Diese Eigenschaften führen normalerweise zu Marktversagen, da
keiner etwas herstellen wird, was er dann nicht verkaufen kann, weil
es jedem umsonst zur Verfügung steht. Da das dann dazu führt, dass
das besagte Gut überhaupt nicht bereitgestellt wird, muss eine andere
Instanz, zB. der Staat, für die Bereitstellung sorgen.
Andererseits wären Software-Patente ein Weg, einen Markt für Software
zu erschaffen, wenn die Bereitstellung durch den Staat oder durch
privaten Altruismus nicht gewährleistet werden kann.
Interessanterweise scheint es solchen Altruismus zu geben, die
Existenz freier Software ist der Beweis. Deswegen wären
Software-Patente IMO ein unnötiger Eingriff des Staates, der sich
lieber um wichtigere Aufgaben kümmern sollte, als es Leuten schwer zu
machen, freiwillig etwas für die Gemeinschaft zu tun.
Die Patentierbarkeit von Software wäre nichts weiter als eine
Umverteilung zugunsten einer Industrie ohne Daseinsberechtigung,
vergleichbar mit dem deutschen Steinkohle-Bergbau, der auch nur durch
staatlichen Eingriff am Leben gehalten wird. Oder anders ausgedrückt:
Wirtschafts-Liberale müssen gegen Software-Patente sein, sonst sind
sie einfach keine Wirtschafts-Liberalen.
Gruß,
Mick.

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