Re: Virale Software-Patente - Mit Wettbewerb und Party gegen Software-…
> Ich würde gerne sehen, wenn kommerzielle Hersteller für
> Software-Bröckchen bezahlen müssten, die sie kostenlos einsetzen
> dürfen, um dann ihre kommerziellen Produkte zu verkaufen…da würden
> einige ganz schön in die Röhre schauen, ich vermute, dass einiges an
> Open-source-Komponenten in diesen Produkten steckt.
Es geht aber nicht um Software-Bröckchen, sondern um die Ideen, die
dahinter stehen. Und wenn man sich das mal ganz genau anschaut,
stellt man fest, dass sehr viele Implementationen auf Konzepten,
Vorgehensweisen und Verfahren beruhen, die entweder aus dem
Forschungsbereich kommen oder die von Enthusiasten erstellt worden
sind.
Nota bene reden wir von “Patenten” wie dem “One-Click-Shopping” von
Amazon, was prinzipiell keine so revolutionäre Neuerung darstellt,
aber schon zu handfesten Querelen geführt hat. Die grundlegenden
Ideen sind im Rahmen des Designs und der Konzeption von html, der
ersten Web-Server und von Mosaic gelegt worden, und Amazon hat da nur
eine minimale Idee zur Automatisierung gehabt. Die Originalität von
Amazon bestand im wesentlichen darin, diese patentieren zu lassen.
Wenn Amazon jetzt Lizenzen für die darunterliegenden Ideen bezahlen
müsste, wäre da einiges fällig.
Wie gesagt, speziell die US-IT-Industrie besetzt jetzt großzügig
Felder, die sie Prima zu klingender Münze machen können. Wer die
Diskussion um RIM und das von ihnen gehaltene “Patent” bezuglich
Handy-Tastaturen als Nachrichteneingabetastaturen verfolgt hat, weiß
was ich meine. Da geht eine pissige kleine Firma hin und versucht da
Geld zu machen, die ansonsten über keinerlei andere Assets verfügt.
http://www.theregister.co.uk/content/7/27205.html
Lit