Re: Software-Patente könnten das Todesurteil für Freie Software (incl.Linux ) - Protest gegen Software-Patente

>
> > da sie zu einem erheblichen einseitigen Wettbewerbsvorteil
> > von proprietärer Software führen !
>
> Nein. Keiner hindert dich daran, auf von dir eingebrachte Ideen ein
> Patent zu beantragen und niemand verbietet dir, diese Idee dann per
> Source zu verteilen. Ernsthaft.
>
mir ist zumindest nicht bekannt, dass die GPL die
Patentierung von Software zulässt, welche ihrerseits
auf GPL-Code aufbaut
> > d.h. nachdem bei freie Software zwar die GPL die Handhabung
> > des Codes regelt, aber grundsätzlich keine Software-Patente kennt,
> > führt dies zu einer Innovations-Einbahnstraße !
>
> Die GPL regelt Patente in der Tat nicht. Wie auch. Sie kann geltendem
> Gesetz nicht widersprechen.
es geht hier nicht (!) um die Regelung der Patente durch die GPL,
sondern
darum, dass die GPL keinen Schutz vor ‘fremder’ Vereinnahmung
software-technischer Innovation (nicht des Codes) bietet
>
> > -> Innovationen sind durch die GPL dzt. NICHT geschützt, und
> Das hingegen schon. Der source darf nicht einfach geklaut und in
> closed software eingebaut werden. Damit sind zumindest
> Realisierungsinnovationen geschützt. Wenn du eine konkrete Umsetzung
> schützen möchtest, kannst du im Grunde ein Patent anmelden. Nun,
> hoffentlich brauchst du das nicht.
>
(nochmals zur Wiederholung: )
im Prinzip lassen sich Software-Patente als
‘verschärfter’ Kopierschutz bezeichnen, - d.h. es
ist nicht nur das kopieren des Codes untersagt, sondern
auch die Idee bzw. die Programm-Struktur und die
enthaltenen Funktionalitäten sind ‘geistiges Eigentum’.
d.h. es geht NICHT um den Source-Code, sondern um die
(oben beschriebenen) funktionalen Eigenschaften (!) des Progamms.
> > können daher beliebig (auch von proprietären Herstellern)
> > übernommen werden, währenddessen diese sehr wohl versuchen
> > werden, diese Innovationen zumindest zu nutzen, und ev. sogar
> > (schlimmstenfalls) für sich selber als Patente anzumelden (!)
>
> Nein. Denn ein Patent wird (soweit ich weiß) nur auf die erstmalige
> Implementierung/Veröffentlichung vergeben. Damit sind von dir
> veröffentliche Sachverhalte bereits nicht mehr patentierfähig -
> möglicherweise von dir selbst, da bin ich aber nicht sicher.
>
würde bedeuten, dass jegliche “Innovation”, welche unter der
GPL veröffentlicht wird, automatisch vor (”fremder”) Patentierung
geschützt ist
(halte ich fast zu schön um wahr zu sein)
> > -dies führt dazu, daß mit zunehmender Absperrung durch
> > div. Patente, die Distanz zwischen proprietärer und freier
> > Software immer größer wird.
>
> Die Distanz ist doch eh schon riesig, weil die meisten Ideen aus
> Amerika kommen und du die im Grunde schon jetzt nicht kopieren
> darfst. Nach und nach ziehen OSS-Projekte zwar nach, müssen dabei
> aber wohl zumindest Patentfragen klären bzw. von einem Ort aus
> vertreiben, der sich nicht drum schert.
>
dass die meisten Ideen aus Amerika kommen, lässt sich
zumindest historisch widerlegen !
(es gab doch einmal einen Hr.Konrad Zuse und sonstige…)
( genaugenommen ist der Computer eine Deutsche Erfindung )
> > Die Nutzung (fremder) Patente kostet bekanntlich Geld.
>
> Muß nicht unbedingt. Niemand sagt, daß eine Lizenz nur gegen Gebühr
> erteilt werden darf. Aber die Regel dürfte es wohl sein.
>
Patente werden von kommerziellen Firmen (in der Regel) aus
kommerziellem Interesse beantragt…
>
> > -daher wird es nie (!) freie Software geben können, welche
> > durch Patente geschützte Eigenschaften erfüllt.
>
> Natürlich nicht. Gibt es bisher doch auch nicht. Bzw. dürfte es nicht
> geben.
>
( — )
> > de facto bedeuted dies den Absturz von GPL-Software in
> > die absolute Bedeutungslosigkeit ( incl. Linux ), da
> > sie ‘gewaltsam’ vom technischen Fortschritt ausgesperrt
> > (bzw. signifikant benachteiligt) wird.
>
> Nein. De facto bedeutet die Vergabe von Patenten eine
> Innovationshemmung bzw. ein Wettbewerbsnachteil für kleine
> Unternehmen, die keine Lizenztauschabkommen schließen können, weil
> sie zu wenig eigene Patente habe.
>
das “Nein…” ist hier leider völlig deplaziert !
es müsste wohl eher heissen: “Ja, aber auch… ”

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.